Ohne Webhosting keine Websites: Nur grün sollte das Hosting sein

Grünes Webdesign

Als Unternehmerin kommst Du an einer eigenen Website nicht mehr vorbei. Es ist der Heimathafen all Deiner online-Aktivitäten. Doch ohne Webhosting keine Websites! Webhosting ist eine Dienstleitung, bei der Deine Website auf einem Server gespeichert wird, so dass sie im Internet verfügbar ist. Theoretisch könntest Du auch zuhause einen eigenen Server betreiben. Davon rate ich Dir allerdings ab.

Es gibt auf dem Markt eine Vielzahl unterschiedlicher Anbieter und Webhosting-Lösungen. Die Wahl des passenden Webhosting-Pakets ist insbesondere von den Anforderungen an die eigene Website  abhängig. Planst Du beispielsweise eine einfache Präsenzwebsite mit Informationen zu Deinem Unternehmen, dann sind die Anforderungen deutlich geringer als wenn Du einen großen Onlineshop betreibst.

Welche Arten von Webhosting gibt es?

Webhosting gibt es in verschiedenen Formen, die unterschiedlichen Bedürfnissen der Nutzer entsprechen. Wenn Du nach dem passenden Anbieter suchst, stößt Du früher oder später auf einige der folgenden Begriffe: Shared Hosting, Dedicated Hosting, Cloud Hosting oder Virtueller Server.

Allen diesen Hosting-Arten ist gemein, dass sie Dir einen Server als Speicher für Deine Website zur Verfügung stellen. Ansonsten unterscheiden sie sich jedoch erheblich in Bezug auf beispielsweise Speicherkapazität, Kontrolle, Servergeschwindigkeit, Zuverlässigkeit und Leistung. Was genau hinter diesen Begriffen steht, erfährst Du z.B. auf Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Webhosting https://de.wikipedia.org/wiki/Webhosting oder hier in diesem Überblicksartikel.

Viele kleine Unternehmen starten mit einem Shared Hosting Paket. Du teilst Dir einen Server mit anderen Websites, weswegen es in der Regel die preiswertere Variante ist. Aber Achtung! Ein Shared Hosting kann sich negativ auf die Seitengeschwindigkeit auswirken. Deshalb prüfe genau, was Du benötigst.

Wie finde ich das optimale Hosting?

Webhosting von professionellen Anbietern (sog. Service Providern) umfasst eine Vielzahl von technischen Merkmalen und Leistungen. Um Dich für den passenden Anbieter und das richtige Produkt zu entscheiden, benötigst Du wenigstens ein Grundverständnis von den vielen Services und Funktionen, die zum Webhosting gehören. Folgende Aspekte sollen Dich dabei unterstützten:

  1. Datentransfer bzw. Traffic: Als Einsteigerin ist es zu Beginn oftmals schwierig zu bestimmen, wie viele Nutzer und Seitenaufrufe Deine Seite haben wird. Eine Option ist es deshalb, ein unbegrenztes Trafficvolumen zu buchen. Oder hole Dir einfach eine Einschätzung von Deinem potenziellen Webhoster ein.
  2. SSL Verschlüsselung: Die SSL-Verschlüsselung einer Website mittels eines SSL-Zertifikats ist heutzutage ein muss. Prüfe also genau, ob ein solches Zertifikat bei Deinem Provider inbegriffen ist, ob es zeitlich unlimitiert ist oder Du dafür extra zahlen musst.
  3. Serververfügbarkeit und -geschwindigkeit: Ist Deine Website nicht jederzeit erreichbar oder lädt langsam, dann rächt sich das in geringer Verweildauer der Besucher und schlechtem Google-Ranking. Prüfe also genau, ob Dein Anbieter schnelle Server, genügend Arbeitsspeicher und Verarbeitungsleistung zur Verfügung stellt.
  4. Technische Voraussetzungen: Sind die benötigten Programmiersprachen (z.B. PHP bei WordPress) und Datenbanken (MySQL bei WordPress) vorhanden und werden sie regelmäßig aktualisiert?
  5. Vorinstallierte Software: Gerade als Anfängerin lohnt es sich einen Provider auszusuchen, der entweder einen integrierten Homepage-Baukasten anbietet oder eine 1-Click-WordPRess Installation. So kannst Du schnell mit Deiner Website starten.
  6. Speicherplatz und Webspace: Wieviel Speicherplatz steht Deiner Website zur Verfügung? Achte drauf, dass es ausreichend ist. Gerade große Mediendateien wie Videos verbrauchen viel Platz.
  7. Domains: Wie viele Domains sind inklusive? Welche Domainendungen sind möglich (z. B. .de, .com etc.) und ist die entsprechende Registrierung inklusive? Wenigstens eine Domain Deiner Wahl (sofern verfügbar) ist beim Webhosting meistens inklusive.
  8. E-Mail: E-Mail Adressen wie mustermann@gmx.de wirken bei Selbstständigen unprofessionell. Stelle daher sicher, dass auch ein E-Mail-Hosting in Deinem Website-Hosting-Paket inbegriffen ist und ausreichend Speicherplatz für die Mails zur Verfügung stehen. Auf diese Weise kannst Du eine eigene E-Mail Adresse in Verbindung mit deiner Domain einrichten.
  9. Support: Und last but not least – ein hervorragender Kundenservice ist Gold wert. Denn Fragen ergeben sich immer.

Warum grünes Hosting?

Weltweit gibt es mehr als 1,7 Milliarden Websites, die alle irgendwo auf einem physischen Server gespeichert und geladen werden. Der Betrieb sog. Serverfarmen und Rechenzentren sind für einen Großteil des Energieverbrauchs während der Internetnutzung verantwortlich. Viele Rechenzentren verbrauchen Energie aus mit fossilen Brennstoffen betriebenen Kraftwerken. Dadurch entstehen große Mengen an CO2. Neben dem Stromverbrauch ist auch die von den Servern erzeugte Wärme enorm.

Zum Glück kannst Du etwas tun, um diese Emissionen zu verringern. Der Schlüssel ist das sog. Grüne  Hosting. Grüner Hoster zeichnen sich dadurch aus, dass sie erneuerbare Energien für den Betrieb ihrer Rechenzentren nutzen.

Wie findest Du einen grünen Webhoster?

Das ist viel einfacher, als Du vielleicht denkst. Wenn Du schon eine Website betreibst, dann ruf doch einfach mal bei Deinem Hoster an und erkundige Dich über die Umweltpolitik des Anbieters, wie er die Energie nutzt und ob er erneuerbare Energiequellen einsetzt. Ob Deine Seite grün gehostet wird, kannst Du auch mit diesem Tool https://www.thegreenwebfoundation.org/green-web-check/ checken.

Falls Dein derzeitiger Webhoster weder erneuerbare Energien nutzt noch eine angemessene Umweltpolitik verfolgt, ist es an der Zeit sich einen neuen Anbieter zu suchen. Du kannst mit Deiner Domain bzw. Website recht einfach zu einem anderen Anbieter umziehen. Beachte aber Deine Kündigungsfristen.

Eine gute Quelle für die Suche nach einem grünen Webhosting-Unternehmen ist das Verzeichnis der Green Web Foundation https://www.thegreenwebfoundation.org/directory/. Dort sind sehr viele grüne Hosting-Unternehmen aufgelistet. Auch auf der Seite von Utopia findest Du hilfreiche Übersichten über grüne Hoster: https://utopia.de/ratgeber/gruenes-webhosting-oekostrom/.

Zertifizierten Ökostrom für den Betrieb der eigenen Rechenzentren und Serverfarmen zu beziehen ist die eine Seite der Medaille. Einen grünen Hoster zeichnet meiner Meinung nach zudem eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie aus: Also, was passiert mit ausgedienter Hardware, wie werden die Server gekühlt, werden anfallende CO2 Emmissionen ausgeglichen und wenn ja, auf welche Weise? Wird klimaneutral gedruckt? –  um nur einige Aspekte zu nennen.

Und nun?

Du wirst von Deinem Anbieter sicherlich nicht auf alle Fragen eine Antwort bekommen. Auf jeden Fall gibt es aber viele Unternehmen, die sich für nachhaltigere Methoden zum Hosten von Websites und Anwendungen einsetzen. Nutze die Chance, auch in diesem Bereich etwas für die Umwelt zu tun!

„Hi, ich bin Dr. Tanja Kopp-Malek, Designerin von Websites und für meine Kunden oftmals ‚Mädchen für alles‘. Ich liebe es, mit meinen Kunden Ihre Websites zu erarbeiten, Inhalte zu konzipieren, Pitch-Präsentationen zu erstellen und mit Rat und Tat bei allen Fragen des Online Marketings zur Seite zu stehen. Warum? Weil sie genauso für ihr Business brennen wie ich für meines. Mein Motto: ‚Machs Dir leicht! Gestalte Deine Website mit mir.‘ Was Du davon hast? Eine Website, die Deine Kunden lieben werden und Dir Freiraum für Dein Kernbusiness gibt.

Ein Gedanke zu „Ohne Webhosting keine Websites: Nur grün sollte das Hosting sein“

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